Mehr Effizienz und zufriedene Bürger: Wie die Einführung digitaler Services in Kommunen gelingt

von Begleitforschung Smart Service Welt 3 Wochen keine Kommentare
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Digitalisierung in Kommunen ist mehr als die Bereitstellung von Infrastrukturen, wie etwa dem Breitbandausbau. Vielmehr ermöglicht der Einsatz digitaler Services in der Verwaltung, im öffentlichen Personennahverkehr, in der Energie- und Wasserwirtschaft ebenso wie bei der Stadtreinigung verschiedene Vorteile, von Effizienzsteigerungen bis zur Erhöhung des Bürgerkomforts.

Warum setzen Kommunen, trotz der zahlreichen Vorteile, noch so wenig digitale Services ein? Bislang gehört der öffentliche Sektor in Deutschland noch nicht zu den Vorreitern in Sachen Digitalisierung. Gerade kleinen und mittleren Kommunen fehlt es am nötigen Know-how sowie an zeitlichen, personellen oder finanziellen Ressourcen, um die Digitalisierung erfolgreich umzusetzen.

Digitalisierung ist bezahlbar: Orientierungshilfe informiert über Möglichkeiten der Finanzierung

Dabei können digitale Dienstleistungen sowie Veränderung der IT-Infrastruktur von Kommunen auch für Bürger große Vorteile haben: So kann das Vormerken von Kita-Plätzen, das Beantragen von Kfz-Wunschkennzeichen oder die Statusabfrage von Ausweisdokumenten online vorgenommen werden. Wie solche Veränderungen für Kommunen bezahlbar werden, ist Thema der Orientierungshilfe „Digitale Services in Kommunen“, die im Rahmen der Begleitforschung des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Technologieprogramms Smart Service Welt mit Unterstützung des Projektes KOMMUNAL 4.0 erstellt wurde. Neben der Finanzierung durch eigene Haushaltsmittel, der Bildung von Sondervermögen oder zusätzliche Mittel wie Förderprogramme kommen hier auch alternative Quellen, beispielsweise durch Kooperationen mit der Wirtschaft oder Fondsmodelle, infrage.

Darüber hinaus informiert die Orientierungshilfe über verschiedene Technologien und Möglichkeiten der Beschaffung. Die Orientierungshilfe stellt anhand von Fragestellungen aus den kommunalen Aufgabenfeldern digitale Technologien vor, beschreibt ihren Einsatz und erklärt ihre Funktionsweise anhand von Praxisbeispielen.

Erfolgsmodell: Der Einsatz cloudbasierter Lösungen für die öffentliche Hand

Durch Beispiele in der Publikation werden Potenziale digitaler Technologien für die öffentliche Hand deutlich. Als mögliches Vorbild dienen u. a. die Stadtwerke Geesthacht: Sie betreiben seit 2016 erfolgreiche eine „Stadtwerke-Cloud“ mit eigenem Rechenzentrum. Das Rechenzentrum ist zertifiziert und alle dort gespeicherten Daten sind gemäß deutschen Datenschutzbestimmungen geschützt.

Durch den Einsatz solcher Cloud-Lösungen können Stadtwerke und andere öffentliche Einrichtungen mit den wachsenden Anforderungen an IT-Infrastrukturen Schritt halten. Durch den Einsatz von Systemen, bei denen Kapazitäten nach Bedarf eingekauft werden können, wächst die Flexibilität und Leistungsfähigkeit der IT-Infrastruktur – bei gleichzeitig gut planbaren Kosten. Bei dem Betrieb eines eigenen Rechenzentrums, wie bei den Stadtwerken Geesthacht, können darüber hinaus freie Kapazitäten verkauft werden, wodurch neue Einnahmequellen entstehen. Die Stadtwerke positionieren sich somit als innovative Dienstleister für Datenspeicherplatz.

Weitere Informationen und Praxisbeispiele sind in der „Orientierungshilfe zu Technologien, Finanzierung und Beschaffung“ verfügbar, die hier abgerufen werden kann.

Bildquelle: sasinparaksa/fotolia

Kategorien:
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