Digitale Plattformen: Durch das passende Geschäftsmodell zum Erfolg

von Begleitforschung Smart Service Welt 2 Monaten keine Kommentare
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Firmen wie Amazon, Uber oder Airbnb haben weitreichende Veränderungen im Handel, der Mobilität und im Tourismus angestoßen und die Branchen transformiert. Hinter dem Erfolg dieser Firmen steckt im Grunde das gleiche wirtschaftliche Prinzip: Sie bringen auf Plattformmärkten Anbieter und Käufer im digitalen Raum zusammen. Die Entwicklung digitaler Marktplätze vereinfacht Transaktionen, schafft Netzwerke mit großer Reichweite und ist leicht skalierbar. All diese Eigenschaften sprechen dafür, dass solche Ökosysteme die Zukunft der digitalen Wirtschaft auch weiterhin prägen werden. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen zum einen verstehen, wie sie auf diesen Plattformen agieren können, vor allem aber sollten sie Geschäftsmodelle entwickeln, mit denen sie plattformbasierte Angebote schaffen.

Lineare Geschäftsmodelle sind für die Plattform-Ökonomie weniger geeignet
Aufgrund der hohen Relevanz für die Wettbewerbsfähigkeit hat die Begleitforschung von Smart Service Welt I untersucht, wie Unternehmen in digitalen Ökosystemen agieren sollten. „Wenn wir bisher von Geschäftsmodellen gesprochen haben,“ sagt Stefan Petzolt, Coach der Arbeitsgruppe „Digitale Geschäftsmodelle/Plattformökonomie“, „meinten wir damit eigentlich nur lineare Geschäftsmodelle: Irgendwo wird etwas eingekauft, es wird etwas produziert und etwas verkauft. Der Tischler kauft Holz, produziert einen Stuhl und verkauft diesen. Wenn wir von digitalen Plattformen sprechen, haben wir es mit Netzwerken zu tun. Um das abzubilden, brauchen wir neue Geschäftsmodell-Muster.“

Bestehende Geschäftsmodell-Vorlagen, führt Stefan Petzolt aus, seien zu wenig auf die Zukunft gerichtet. Digitale Geschäftsmodelle müssten jedoch auch in der Lage sein, auf Veränderungen des Systems reagieren zu können. Die Arbeitsgruppe beschäftigte sich bei ihrer Arbeit damit, neue und praxisnahe Erkenntnisse über die Entwicklung zukunftsfähiger Geschäftsmodelle für die Plattformökonomie zu gewinnen – und für Interessierte aufzubereiten.

Ein Toolbook für die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle
So entstand auch die Idee zur Entwicklung des im Sommer 2019 im Campus Verlag erschienenen Buches „Das Geschäftsmodell-Toolbook für digitale Ökosysteme“. Die Publikation ist eine Zusammenfassung von erprobten Methoden zur Entwicklung tragfähiger digitaler Geschäftsmodelle.
Das Buch ist eine Art „Werkzeugkasten“, beinhaltet also eine ganze Reihe von Tools, die Unternehmer und Entscheidungsträger unterstützen sollen. Da es nicht eine Methode gibt, die für alle Ansätze, Projekte, Vorhaben und Unternehmen passt, sollten stets mehrere Tools auf ihre Passfähigkeit überprüft werden. Mit den Tools „IoT Innovation Canvas“ oder dem „Ecosystem Participation Navigator“ lassen sich beispielsweise die Rollen und Beziehungen im digitalen Ökosystem analysieren. Das Tool „Digital Platform Canvas“ hilft dagegen sicherzustellen, dass das eigene Geschäftsmodell in sich stimmig definiert wird.

Weitere Infos zum Buch finden Sie unter: https://www.iit-berlin.de/de/publikationen/das-geschaeftsmodell-toolbook-fuer-digitale-oekosysteme.
Das Buch gibt es auch zum kostenfreien Download.

Kategorien:
  Allgemein, Querschnittstechnologien

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