Vier Fragen an: Axel Rennoch aus dem Projekt IoT-T

von Julia Loeser 1 Monat keine Kommentare
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In der Kategorie „Vier Fragen an…“ beantworten Partner aus den Forschungsprojekten der Smart Service Welt I vier Fragen dazu, wie sie Smart Services verstehen und welche Potenziale sie bergen. Diesmal im Interview: Axel Rennoch, Projektleiter von IoT-T.

Was bedeutet der Begriff „Smart Services“ konkret für Sie? Warum ist IoT-T hier wichtig?
Das ist eine ziemlich gute Frage! Als Qualitätstester habe ich keine spezielle Anwendung im Hinterkopf, sondern interessiere mich für die Qualität bzw. die Funktionen der entwickelten Plattformen, über die Smart Services angeboten werden. Das sehe ich also unabhängig von einer konkreten Anwendung.

Unser Projekt IoT-T spielt eine entscheidende Rolle für Smart Services, weil wir die Zuverlässigkeit von Infrastrukturen und Protokollen, auf den die Dienste aufbauen, überprüfen. Wir hatten festgestellt, dass Testsuiten, also Zusammenstellungen verschiedener Testfälle, mit denen Komponenten für das Internet of Things (IoT) überprüft werden können, für Smart Services und deren Plattformen bislang nicht hinreichend existieren. Nachdem wir diese Lücke identifiziert haben, wählten wir zwei Schwerpunkten aus, bei denen wir in die Tiefe gegangen sind. So kamen unsere Qualitätssicherungsprogramme zustande.

Das Projekt IoT-T ist bald zu Ende: Was würden Sie sagen, ist das wichtigste Ergebnis, das Sie erreichen konnten?
Am wichtigsten sind in meinen Augen die entwickelten Testsuiten für die Kommunikationsprotokolle CoAP und MQTT. MQTT ist von großer Bedeutung für den gesamten IoT-Sektor, während CoAP vor allem in bestimmten Technologiebereichen, etwa im Smart Energy- oder im Gebäudeautomatisierungsbereich, angewendet wird. Für beide Protokolle haben wir Testkataloge entwickelt, die nach ihrer Standardisierung u.a. für Zertifizierungen genutzt werden können.

Ein weiterer interessanter Punkt ist, dass wir die Tests und Testprogramme nicht nur spezifizieren, sondern diese auch ausführbar anbieten bzw. als Open-Source-Lösung frei zu Verfügung stellen. An den zwei Punkten haben wir in den letzten zwei, drei Jahren sehr intensiv gearbeitet. Jetzt können alle, die eigene Programme testen möchten, unsere Testangebote nutzen.

Gibt es schon Pläne, wie Sie die Entwicklungen bzw. die zwei Protokolle weiter nutzen möchten?
Wir bieten unsere entwickelten Services kostenfrei an, so wie es bei Open-Source-Angeboten üblich ist. Außerdem sind die Tests auch in unserem IoT-Test-Lab beim Fraunhofer FOKUS in Berlin verfügbar. Dort können Geräte, Sensoren, Schnittstellen und Software von Entwicklern und Anwendern aus Unternehmen selbst getestet werden. Wir versuchen, unsere Angebote aktiv zu bewerben und bekannter zu machen, etwa durch Vorträge oder Gesprächen auf Veranstaltungen. Es freut uns, dass wir so schon viel Interesse feststellen konnten. Zusätzlich haben wir seit Mai eine weitere Förderung bekommen und können somit unsere Tests im Bereich Performance und Security erweitern.

Und zum Schluss: Was für einen Smart Service würden Sie sich persönlich wünschen?
Ich muss gestehen, dass ich da keine direkte Präferenz habe. Ich wünsche mir, dass Entwickler, die Plattformen oder Dienste erstellen, unsere kostenlos verfügbaren Programme für ihre Qualitätssicherung nutzen. Das können sie entweder machen, indem sie sich an unseren Ergebnissen orientieren oder indem sie die Tests selbst durchführen und diese auch bei weiteren Entwicklungen immer wieder in Betracht ziehen.

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